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Organisationsstruktur

Orgsystem_v_1.1_AufbOrg_StrukturBegriff

Der Begriff Organisationsstruktur umfasst die horizontale und vertikale Unternehmensgliederung in durch die Aufgabe definierte Organisationseinheiten nach Geschäftsfeldern und Unternehmensfunktionen von der oberen bis zu den unteren Führungsebenen. Damit sind wesentliche Ergebnisse der aufbauorganisatorischen Gestaltungstätigkeit zusammengefasst. Diese konzentriert sich auf die Definition der der Unternehmensleitung nachgeordneten Verantwortungsbereiche vermittels einer Untergliederung der durch den Unternehmenszweck bestimmten Unternehmensaufgabe in 1. Näherung.

Die Ergebnisse der Gestaltung der Organisationsstruktur eines Unternehmens bestehen in

  • der Definition von Organisationseinheiten, auch als Tochtergesellschaften,
  • einer Aufgabenverteilung auf diese Organisationseinheiten in erster Näherung,
  • den Eckdaten Anzahl und Bezeichnung der Führungsebenen sowie Anzahl und Art der Führungsstellen.

Unternehmenszweck und Geschäftsfelder

Bei der Gestaltung der Organisationsstruktur geht es vor allem um jene Aufgaben, die für die Erfüllung des Geschäftszwecks des Unternehmens durch dieses selbst ausgeführt werden sollen. Dem gehen also auch unternehmerische Entscheidungen der Kategorie "Make or Buy" voraus. Eine saubere Geschäftsfelddefinition ist die Voraussetzung für die Auswahlentscheidung zum tragenden Grundprinzip der Organisationsstruktur!

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Einfluss auf die Effizienz im Unternehmen

Lösungen zur Organisationsstruktur eines Unternehmens gehören zu den unternehmerischen Entscheidungen, die den stärksten Einfluss auf seine Effizienz und Leistungsfähigkeit ausüben. Denn damit werden grundlegende Rahmenbedingungen sowohl für die Durchführung des Tagesgeschäfts als auch für die Unternehmensentwicklung gesetzt. Die Entscheidung zum tragenden Grundprinzip der Organisationsstruktur ist dabei von herausragender Bedeutung.

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Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten, nämlich die funktionale und die divisionale Gliederung.

Die funktionale Organisationsstruktur

Bei der Wahl dieses Grundprinzips setzt man an den Kernfunktionen des Unternehmens an und definiert sie als Organisationseinheiten der zweiten Ebene, also in der Industrie die Funktionen Entwicklung, Beschaffung, Fertigung, Absatz und Verwaltung. Der Vorteil dieses Modells wird allgemein in den hohen Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb der einzelnen Funktionen gesehen.

Es eignet sich als tragendes Grundprinzip für Unternehmen mit einem einzigen oder einem dominierenden Geschäftsfeld.

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Die divisionale oder objektorientierte Organisationsstruktur

Ausgangspunkt sind hier die Objekte, aus denen dann die Organisationseinheiten der zweiten Hierarchieebene gebildet werden. Objekte können sein die einzelnen Geschäftsfelder, unterschiedliche Märkte oder Kundengruppen.

Die Organisationseinheiten divisionaler Struktur werden häufig mit dem Begriff "Sparte" oder im angelsächsischem Sprachraum "division" bezeichnet. Sie agieren in der Regel für ihr Geschäftsfeld unabhängig, häufig konzentriert auf den Vertrieb und die Produktentwicklung sowie das Controlling und häufig in einer selbständigen Rechtsform. Entscheidungsprozesse sind hier marktnäher und notwendige Anpassungsprozesse an Veränderungen des Marktes erfolgen eher.

Die  anderen betrieblichen Funktionen wie Einkauf, Produktion, Personalverwaltung sind durch Leistungszukauf gebunden, infolge einer entsprechenden Rechteübertragung vom Mutterunternehmen. Auch sie können selbständig, als Unternehmen im Unternehmen, gesellschaftsrechtlich z.B. als GmbH definiert, geführt werden.

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Kontrollspanne

Bei der Gestaltung der Organisationsstruktur ist auch eine vermeintlich "technische" Kategorie, die der Kontroll- bzw. Leitungsspanne, von Bedeutung. Der Begriff charakterisiert die Führbarkeit einer Organisationseinheit durch die Anzahl der direkt unterstellten Mitarbeiter bzw. Führungskräfte.

Eine für jeden Einzelfall angebbare Norm gibt es hierbei nicht. Empirischer Ausgangswert ist eine Kontrollspanne von 1:7 auf der untersten Ebene, deren konkrete Größe beeinflusst wird durch :

  • Die Kompliziertheit der Arbeitsaufgabe: hoch=reduzierend, niedrig=erhöhend
  • Den Grad der Selbststeuerung der Arbeitsprozesse: hoch=erhöhend, niedrig=reduzierend
  • Den Grad der Eigenverantwortung (Tätigkeitsanteile) des mittleren Managements: hoch=erhöhend, niedrig=reduzierend
  • Differenz der Soll-/Ist-Kompetenzniveaus der betreffenden Mitarbeiter: hoch=reduzierend, niedrig=erhöhend

Die Festlegungen zur "Kontrollspanne" stehen in enger Wechselwirkung mit einer zweiten Kennziffer der Organisationsstruktur, der "Anzahl der Führungsebenen". So führen größere Kontrollspannen fast zwangsläufig zu einer Abflachung der Organisationsstruktur.

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Personale Organisationsstrukturen

Natürlich sind in den Unternehmen auch personale Organisationsstrukturen vorzufinden, die um bestimmte Personen (Führungskräfte) herum gestaltet sind. Auch dabei wird man im Kern Merkmale funktionaler und/oder divisionaler Prägung vorfinden.

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Artikel-Nr.: 0308-VPR

VPRSystematischer Vorgehensprozess zur Bildung von Stellen als kleinstem Baustein der Aufbauorganisation abgeleitet vom Unternehmenszweck.

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